Haus Nordhorn


Das Haus Nordhorn, als stationäre Wohneinrichtung, bietet co- bzw. multimorbiden chronisch alkoholkranken Menschen, die auf Grund ihres Krankheits- und Störungsbildes stationärer Hilfestellungen mit Betreuung, Anleitung und Förderung bedürfen, die Möglichkeit einer zeitlich unbefristeten Lebens- und Wohnsituation.
Ziel aller Maßnahmen ist es dabei aber grundsätzlich, unter fachlicher Anleitung und Begleitung vor diesem Hintergrund neue Rehabilitations- und Integrationsperspektiven zu entwickeln. Sofern dieses Ziel in Einzelfällen nicht mehr erreichbar ist, erhalten die Betroffenen ein dauerhaftes Wohnangebot bei Sicherstellung höchstmöglicher sozialer Lebensqualität und Autonomie.


Das "Haus Nordhorn" orientiert sich in seiner konzeptionellen Ausrichtung primär an einem soziotherapeutischen Ansatz und integriert dabei sowohl sozialpädagogische, sozioedukative, realitäts- und milieutherapeutische Aspekte.
Dieses Konzept versteht die Bewohner als aktive Mitglieder einer arbeitsteilig und partnerschaftlich interagierenden Gemeinschaft.
Die speziellen Strukturen der Einrichtung bieten jedem Bewohner ausreichende Ansätze zur Integration, sowie zur eigenen Rollenfindung und zur Entwicklung von Statussicherheit.


Partnerschaftliches Handeln in einem ansprechenden und gestaltbaren Milieu bildet dabei die Basis für Identifikationsprozesse, die für eine Akzeptanz dieses speziellen sozialen Kontext und seiner aktiven Nutzung erforderlich sind.
Alle soziotherapeutischen Maßnahmen auf den unterschiedlichsten Interaktionsebenen dienen letztlich dem Ziel, soziale Kompetenzen neu zu entwickeln, oder zu reaktivieren, und neue oder andere Formen der Realitätsbewältigung zu erarbeiten.
Zielsetzung ist es, soziale Handlungsfähigkeit und Statussicherheit auf höchstmöglichem Niveau anzustreben und zu stabilisieren und die Bewohner letztlich, wieder oder weitgehend, unabhängig von stationären Versorgungsstrukturen zu machen.


In der Praxis erfolgt dieses einerseits durch differenzierte aktivierende tagesstrukturierende Angebote mit einem ausgewogenen Verhältnis an arbeitsorientierter Beschäftigung und Freizeitangeboten.
Daneben besteht für die Bewohner in unterschiedlichsten Einzel- und Gruppenmaßnahmen die Möglichkeit, sich aktiv an der Bewirtschaftung, Gestaltung und Mitbestimmung ihres Lebensalltags in der Einrichtung zu beteiligen.
Darüber hinaus vermittelt die Einrichtung im Rahmen ihrer Außenorientierung regelmäßig ausreichende Anreize und Möglichkeiten zur Nutzung der gesellschaftlichen Angebote in der Gemeinde. Vor diesem Hintergrund besteht auch eine enge Kooperation mit allen Institutionen, die sich auf unterschiedlichsten Ebenen mit der Betreuung und Förderung abhängigkeitskranker Menschen befassen.


Bei der stationären Wohneinrichtung "Haus Nordhorn" handelt es sich um ein großes, ehemaliges Mehrfamlienhaus, das auf drei Etagen über insgesamt 24 Plätze, überwiegend in Einzelzimmern, aber auch noch in Zwei-Bett-Zimmern, verfügt.


Integriert in dieses Platzangebot ist ein separater Wohnbereich für eine spezielle "Fördergruppe" von bis zu 6 Personen, der über die räumlichen und inhaltlichen Voraussetzungen für eine relativ weitgehende Selbstversorgung verfügt.

Im Parterre des Hauses befinden sich die Küche, der Speiseraum, Gemeinschaftsräume, die Diensträume des Mitarbeiterteams und zwei zusätzliche Einzelzimmer für Bewohner. Daneben verfügt die Einrichtung über weitere Räumlichkeiten für die unterschiedlichsten Angebote und Aktivitäten, sowie ein Gartengrundstück mit überdachtem Freisitz und eine Fahrradgarage.
HAUSNORDHORN Haus Nordhorn Gemeinnütziger Verein für Rehabilitation e.V. Ambulante Wohnbetreuung AWB